Das idyllisch gelegene Grundstück in der Prignitz ist ein Hort für verletzte und hilflose Wildtiere, die ihren Weg aus dem gesamten nordostdeutschen Raum hierher "finden". Artgerecht ist nur die Freiheit, deshalb ist das Ziel stets, die Tiere nach Möglichkeit wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zu entlassen.

 
Die Betreiber der Wildtierauffangstation, haben jahrelange Erfahrungen in der Pflege von Wildtieren. Diese werden hier fachgerecht erstversorgt und gesundheitlich wieder hergestellt. Dies geschieht in Kooperation mit entsprechend ausgebildeten Veterinären sowie weiteren Tierschutzeinrichtungen und Fachleuten für verschiedene Unterbereiche wie z.B. der Ornithologie - Vogelkunde.
 
Die Station der Wildtierrettung ist kein Wildtierpark im bekannten Stil. Es gibt hier keinen offiziellen Besucherbetrieb, planmäßige Öffnungszeiten oder regelmäßige Führungen. Betrieben wird die Station von Angie und Uwe Löblich. Im Jahr 2011 haben sie, gemeinsam mit mehreren Natur- und Tierschützern, den gemeinnützigen Verein Wildtierhilfe Prignitz e.V. gegründet. Die Wildtierauffangstation Struck ist eine vom Land Brandenburg anerkannte Wildtierauffangstation. In der Station werden in Not geratene Wildvögel und Wildtiere verschiedenster Spezies versorgt.
 
Die Wildtierauffangstation Struck ist jeden Tag im Jahr, rund um die Uhr, für seine Schützlinge aktiv und auch jederzeit telefonisch erreichbar. Notfälle halten sich weder an Essens- oder Schlafenszeiten und schon gar nicht an gesetzliche Feiertage.
 
Sie planen einen Ausflug in die Prignitz? Sie, Ihre Kinder oder Enkel lieben Tiere? Dann ist die Wildtierauffangstation Struck, im Amt Meyenburg gelegen, vielleicht genau das passende Ziel, um etwas über die Natur und ihre Bewohner zu erfahren. Besonders über die Gefahren, die diesen Tieren drohen und darüber, wie man ihnen helfen kann.
 
Wenn Sie die Wildtierauffangstation besuchen möchten, so kündigen Sie sich vorher telefonisch an, damit jemand vor Ort ist, um Ihnen alles zu zeigen und zu erklären. Da das Leben eines in Not geratenen Tieres immer Vorrang hat ist es möglich, dass Sie trotz vorheriger Anmeldung vor dem verschlossenen Tor stehen - bitte nehmen Sie das nicht persönlich und wünschen Sie dem in Not geratenen Tier Glück, damit es wieder genesen und in die Freiheit entlassen werden kann.
 
Die aufopferungsvolle Arbeit rund um die Tiere geschieht ehrenamtlich. Die Station erhält keinerlei staatliche Förderungen und wird allein aus dem Privatvermögen der Betreiber und durch Spenden finanziert. Wer die Arbeit der Wildtierrettung unterstützen möchte, der hat mehrere Möglichkeiten. Geld-, Sach- oder Futterspenden werden immer benötigt. Wenn Sie die Wildtierstation unterstützen möchten, nehmen Sie Kontakt mit Familie Löblich auf.
 
Spendenkonto: Wildtierhilfe Prignitz e. V., IBAN: DE63 1606 0122 0004 1560 48, BIC: GENODEF1PER
Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, geben Sie unter Verwendungszweck bitte Ihren Namen und Ihre Anschrift an.
 

Das Land Brandenburg ist wunderschön. Vielerorts ist die ursprüngliche Natur noch erhalten und bietet Lebensraum für ganz vielgestaltige Geschöpfe. Die großen, majestätischen Tiere finden wir hier ebenso, wie die kleinen, manchmal etwas unscheinbar anmutenden Gesellen.
 

Sie alle sind wichtig und wertvoll. Jedes einzelne dieser Geschöpfe ist Teil eines Mosaiks, dessen Bedeutung wir Menschen nur ansatzweise verstehen. Wenn eines von ihnen fehlt, hinterlässt es eine Lücke - im großen Gesamtgeflecht genauso, wie in der kleinen Welt dieses speziellen Lebewesens. Wenn ein Tier stirbt oder auf Grund einer Verletzung aus seinem Habitat entnommen werden muss, so hat das Folgen. Ein fehlendes Individuum mag im Gesamtkreislauf nicht schwerwiegen, doch in der persönlichen Welt dieses Lebewesens kann es dramatische Geschichten begründen.
 

Was bedeutet es, wenn ein Schwan stirbt? "Nun gut, einer weniger", so mag man vielleicht denken, "es gibt doch genügend". Was aber, wenn dieser eine Schwan Mutter von etlichen Küken ist, welche nun ohne Schutz und Anleitung auskommen sollen - dieser Schwan hinterläßt durch sein Dahinscheiden eine große Lücke im Leben seiner schutzlosen Kinder. Diese versterben - somit fehlen etliche weitere Lebewesen, die wichtig sind für den natürlichen Kreislauf.
 
Warum wird der Schwan zum Thema? Das Brandenburger Land ist reich an Gewässern. Es ist ein Paradies für Wasservögel - und für Angler. Dieses "Hobby" ist verantwortlich für das Leiden und Sterben unzähliger Lebewesen, die nicht einmal ansatzweise als "Beute" auserkoren waren. Jedes Jahr fallen zahllose Wasservögel, unter ihnen Schwäne, aber auch Enten, Möwen  und Kormorane den Hinterlassenschaften des "Angelsports" zum Opfer.
 

Die Wildtierauffangstation Struck hat einige dieser verletzten Lebewesen gerettet, doch viel zu viele mussten von ihren Leiden erlöst werden. Angelschnüre die sich um Flügel, Beine und Hälse von Wasservögeln wickeln, richten jedes Jahr großes Leid unter den Tieren an und auch Angelhaken in Schnäbeln und weiteren Körperteilen sind nicht nur schmerzhaft sondern lebensbedrohlich für jeden Wasserbewohner. Wer die Natur und seine Geschöpfe liebt und respektiert, der achtet auch ihren Lebensraum und hält ihn frei von derartigen Gefahren.
 

Ein großes Thema, das ebenfalls viele Opfer im Kreise der Wildtiere beklagen lässt, sind die Auswüchse der "Energiewende". Großartig beworben und millionenschwer subventioniert wird die Landschaft nachhaltig verändert. Windkraftanlagen liefern Strom und töten dabei jährlich hunderttausende von Lebewesen. Greifvögel, Zugvögel und Fledermäuse gehören zu den Todesopfern der riesigen "Windmühlen".
 
In der Wildtierauffangstation werden jedes Jahr mehr Opfer von WKAs eingeliefert. Greifvögel mit gebrochenen Beinen und Flügeln, Störche mit abgerissenen Schnäbeln... Einigen konnte geholfen werden, doch für viele dieser Tiere blieb nur noch ein gnadenvolles Entschlafen durch tierärztliche Hilfe. Auch unter diesen Opfern waren Eltern von Nestlingen, die als Folge des Geschehens in ihren Nestern elendig verhungern. Manche Tierarten sind ohnehin bereits stark gefährdet, z.B. der Rotmilan, von dem in Deutschland unter 4.000 Brutpaare existieren.
 
Fledermäuse kommen nicht nur durch Kollisionen mit den Rotorblättern zu Tode. Wenn Fledermäuse an den Windrädern vorbeifliegen erleiden sie ein Barotrauma - eine Druckverletzung. Durch den Druckabfall und Luftverwirbelungen hinter den Rotorblättern nehmen die inneren Organe und die Lungen der Fledermäuse schwere, meist tödliche Schäden. Mehr über die Auswirkungen der WKAs auf Fledermäuse finden Sie auf der informativen Internetseite des NABU.
 

Auch Arten, die noch häufig anzutreffen sind, haben Probleme, welche durch die "Energiewende" verursacht werden. Hektarweise Monokulturen, auf denen Pflanzen für "Bio"-gasanlagen angebaut werden, sind Todeszonen - kein Insekt, Kleinsäuger oder Bodenbrüter hat hier eine Chance, dauerhaft zu überleben. Ähnliches geschieht durch die Landwirtschaft, welche jeden Quadratmeter ausnutzt und keine Rückzugsmöglichkeiten für Wildtiere übriglässt. Darüber hinaus werden Gifte und Gülle fröhlich in der Landschaft verteilt. Insekten, Mäuse und ähnliches Kleingetier, Nahrung für Singvögel, Eulen oder Bussarde werden selten, so dass es immer häufiger zu verhungernden Vögeln kommt. Wenn Eulen, Bussarde und andere Vögel keine Nahrung mehr finden, so sind auch sie bald nicht mehr in unserer Landschaft zu finden.
 
Die Landwirtschaft trägt nicht alleine die Schuld am Sterben und Aussterben von Lebewesen. In privaten Gärten wird jedes Jahr beinahe genauso viel Gift verteilt. Das Bestreben einiger Menschen, einen "perfekten" Garten sein Eigen nennen zu können, treibt oft seltsame Blüten. Jedes "Unkraut" wird vernichtet, in vielen Fällen mit chemischen Mitteln. Dabei wird selten beachtet, was derartiges Eingreifen für die Natur bedeutet. Bereits ein kleines Eckchen, wild und natürlich belassen, kann lebensrettend für manchen Bewohner der Wildnis sein. 
 

Jedes einzelne Lebewesen, jedes Wildtier ist schützenswert. Von jedem Individuum hängt mittlerweile mit ab, ob die Spezies weiter besteht. Daher ist es wichtig, zu helfen, wo es geht. Es gibt viele Menschen, denen die Natur sehr wichtig ist, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und helfen, wo Hilfe nötig ist. Doch dabei kann vieles schief laufen - wenn man unkundig ist.
 
Wenn man ein verletztes Wildtier findet, sollte man sich immer sofort fachkundige Beratung einholen. Hier selber zur Tat zu schreiten kann gefährlich werden - sowohl für das Wildtier, als auch für den Helfenden. Es bedarf fachspezifischer Kenntnisse und Fähigkeiten um zu wissen, wie man bspws. einen Raubvogel sichert oder einen Schwan einfängt. Wer nicht über das nötige Wissen verfügt muss sich helfen lassen, um weiterem Schaden vorzubeugen.
 
Durch unsachgemäße Fang- und Rettungsaktionen könnte das Wildtier weitere Verletzungen erleiden oder beim Fluchtversuch außer Reichweite gelangen, so dass eine weitere Hilfe nicht mehr möglich ist. Wenn ein Tier Schmerzen oder Todesängste erleidet, wird es sich möglicherweise mit allen Kräften zur Wehr setzen und dabei auch den Helfer in Gefahr bringen. Raubsäuger wie, z.B. Füchse können schmerzhaft zubeißen, selbst Kleinsäuger wie Igel oder Eichhörnchen sind keine Kuscheltiere. Große Vögel wie Störche, Kraniche oder Schwäne können mit ihren Schnäbeln, Füßen und Flügeln eindrucksvolle Gegenwehr leisten. Die Lebensretter Angie und Uwe Löblich sind kundig im fachgerechten Sichern von verletzten Wildtieren verschiedenster Spezies.
 

Das sollten Sie über junge Vögel wissen

Alle Jahre wieder im Frühjahr wollen tierliebe Menschen jungen Vögeln helfen. Das ist lobenswert - aber nicht immer sinnvoll. Wir alle haben gelernt, dass Vögel im Nest ihrer Eltern aufwachsen und wenn sie dann flügge sind, verlassen sie das Nest. Ein junger Vogel, der noch nicht fliegen kann, muss also aus dem Nest gefallen sein und benötigt menschliche Hilfe. Diese Annahme ist FALSCH!
 
Ornithologen unterscheiden zwischen Nestlingen - jungen Vögeln die im Nest ihrer Eltern versorgt werden und Ästlingen - junge Vögel, die das Nest bereits verlassen haben, aber noch nicht richtig flugfähig sind. Diese werden weiterhin von den Eltern beschützt und gefüttert,  wie z.B. der Hausrotschwanz oder der Kleiber. Diese Vogelkinder haben nichts in menschlicher Obhut verloren, dafür sind die Vogeleltern verantwortlich. Wenn Sie also ein vermeintlich hilfloses Küken finden, so nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um zu beobachten, ob das Tierchen wirklich Ihre Hilfe benötigt oder ob die Eltern in der Nähe sind und nur darauf warten, dass Sie sich endlich wieder zurückziehen.
 
Sollte das Jungtier wirklich aus dem Nest gefallen sein, so können Sie das Tier, wenn es unversehrt ist - nach Absprache mit Fachleuten - wieder in sein Nest zurücksetzen. Es ist ein IRRTUM, dass Vogeleltern ihr Kind nicht mehr annehmen, nur weil es von Menschen angefasst wurde.
 
Sind Sie sich diesbezüglich unsicher, so rufen Sie die Wildtierauffangstation an und fragen Sie nach - Sie werden eine kompetente und freundliche Antwort bekommen. Sollte es sich tatsächlich um ein hilfloses Küken handeln, so werden Sie von der Wildtierstation in allen Fragen unterstützt. Bitte - versuchen Sie nicht auf eigene Faust, ein verwaistes Vogelbaby aufzuziehen. Es ist immer wieder traurig, wenn Menschen, die es eigentlich gut gemeint haben, ein Küken mit falscher Nahrung oder mangelhafter Versorgung krank- oder totpflegen. Auch eine Fehlprägung ist fatal für einen jungen Vogel. Ziel jeder Wildtierrettung ist, nach artadäquater Versorgung, die Wiederauswilderung. Ein Jungtier, das auf Menschen geprägt ist und somit seine natürliche Scheu verloren hat, kann nicht wieder in die Wildnis zurückkehren - somit wartet auf ein solches Tier ein Leben in Gefangenschaft. Das ist traurig für das entsprechende Tier und verschlingt auch Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen.
 
Wenn Sie sich für Wildtiere interessieren und sich vielleicht sogar in dem Bereich engagieren möchten, so statten Sie der Wildtierauffangstation Struck doch mal einen Besuch ab. Lernen Sie die Tierpfleger Angie und Uwe kennen, genau wie die Dauer- und Genesungsgäste in den Gehegen und Volieren. Vergessen Sie dabei bitte auch nicht, etwas für die Schützlinge mitzubringen - als kleines Gastgeschenk.
 
Sie erreichen die Wildtierauffangstation telefonisch unter der Rufnummer: 0162-6026761.
 
Bei Notfällen ist die Wildtierauffangstation rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Zur allgemeinen Kontaktaufnahme beschränken Sie sich bitte auf die allgemein üblichen Zeiten - zwischen 09:00 und 18:00 Uhr. 
 

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